Schorndorf, 9. August 2025 – Der TC Schorndorf 1902 hat es geschafft: Mit einem
umkämpften und verdienten 6:3-Sieg gegen den hessischen Meister TK Langen sicherte
sich das Herren 30-Team am Samstag nach dem württembergischen Meistertitel auch noch
den Aufstieg in die Regionalliga Südwest, der zweithöchsten deutschen Spielklasse in dieser
Altersklasse. Vor zahlreichen Zuschauern entwickelte sich ein hochklassiger und
stimmungsvoller Tennistag – nicht zuletzt durch das parallel ausgetragene Ranglistenturnier
der Damen und Herren im Rahmen des Donner & Reuschel Cups, das zusätzliches
Publikum auf die Anlage lockte und für eine außergewöhnliche Atmosphäre sorgte.
Starker Auftakt in der ersten Einzelrunde
Gleich zu Beginn präsentierten sich die Schorndorfer Herren hellwach. David
Novotny (Position 2) ließ seinem Gegner Jan Lukas Kern mit 6:2, 6:0 keine Chance. Ebenso
souverän agierte Eric Geiger (Position 4), der Manuel Gils mit 6:1, 6:2 bezwang. Deutlich
mehr Arbeit hatte Felix Gaiser an Position 6: Zwar lautete das Ergebnis gegen Simon
Laux am Ende 6:2, 6:3, doch das Match war ein zähes Ringen über zweieinhalb Stunden, in
dem Gaiser all seine kämpferischen Qualitäten unter Beweis stellen musste.
Mit dieser makellosen ersten Einzelrunde führte der TCS verdient mit 3:0.
Zweite Einzelrunde mit Drama und Emotion
In der zweiten Einzelrunde sorgte Alexander Bantel (Position 3) für einen Schreckmoment:
Nach einer 3:0-Führung zog er sich eine Leistenverletzung zu. Trotz großer Moral und
Kampfgeist musste er sich am Ende Alexander Schubert mit 3:6, 4:6 geschlagen geben.
Im Spitzeneinzel kam es zu einem echten Tennis-Leckerbissen: Michal Milko, seit 14 Jahren
eine feste Größe im TCS-Trikot, duellierte sich mit dem Topspieler des TK Langen, Yannic
Köhne. Nach verlorenem ersten Satz und Rückstand im zweiten kämpfte sich Milko
spektakulär zurück, erzwang den Match-Tiebreak – und verlor dort trotz dreier Matchbälle
unglücklich mit 3:6, 7:6, 11:13.
Mit dem Zwischenstand von 3:2 kam nun alles auf das letzte Einzel an: Daniel
Csepai (Position 5) ließ sich davon nicht beeindrucken, agierte ruhig und kontrolliert – und
gewann souverän mit 6:4, 6:2 gegen Rafael Berghaus. Damit ging der TCS mit einer 4:2-
Führung in die Doppel – ein starkes Polster, das zum Gesamtsieg mindestens einen weiteren
Punkt bedeutete.
Doppel bringen Entscheidung – und die Krönung einer starken Saison
Das Team aus Schorndorf ließ nichts mehr anbrennen. Novotny/Csepai (Doppel 3) machten
mit einem 6:3, 6:4-Sieg gegen Kern/Laux den entscheidenden fünften Punkt – und damit
den Aufstieg – perfekt.
Doch es ging weiter: Auch Bantel/Geiger (Doppel 1) lieferten sich ein enges Match
gegen Köhne/Gils und siegten im Match-Tiebreak mit 6:1, 3:6, 12:10. Das zweite
Doppel Milko/Gaiser musste sich gegen Schubert/Berghaus nach hartem Kampf mit 6:4,
4:6, 8:10 geschlagen geben – was an der Euphorie auf Seiten des TCS nichts mehr änderte.
Fazit: Aufstieg verdient – Heimvorteil spürbar
„Es war einfach alles angerichtet für diesen besonderen Tag“, sagte ein sichtlich emotionaler
Mannschaftsführer nach dem Spiel. „Wir wussten, dass es ein enges Match wird, aber mit
dieser Unterstützung im Rücken war klar: Heute geht was!“
Bei heißen Temperaturen, spannenden Matches und vor einer tollen Kulisse entwickelte sich
ein Tennisfest, wie man es selten erlebt. Die Kombination aus dem bedeutenden
Aufstiegsspiel und dem renommierten Donner & Reuschel Cup machte diesen Samstag zu
einem der Höhepunkte der Schorndorfer Tennissaison.
Ausblick
Mit dem Aufstieg in die Regionalliga Südwest wartet in der kommenden Saison ein neues
sportliches Kapitel auf die Herren 30 des TC Schorndorf. Der Verein hat gezeigt, dass er nicht
nur auf, sondern auch neben dem Platz zu den ambitionierten Adressen im württembergischen
Tennis gehört.
